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    <title>blogs.demokratie24.de - Tag 'lobos' (RSS 2.0)</title>
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    <language>de</language>
    <copyright>blogs.demokratie24.de</copyright>
    <pubDate>Mon, 06 Sep 2010 16:53:50 GMT</pubDate>
    <dc:creator>blogs.demokratie24.de</dc:creator>
    <dc:date>2010-09-06T16:53:50Z</dc:date>
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    <dc:rights>blogs.demokratie24.de</dc:rights>
    <item>
      <title>#a2n: Weiss vs. Lobo: Filesharer.</title>
      <link>http://www.netzpolitik.org/2010/a2n-weiss-vs-lobo-filesharer/</link>
      <description>&lt;p&gt;Begonnen hatte alles ganz harmlos mit &lt;a href="http://saschalobo.com/2010/07/05/warum-ich-nicht-flattre/"&gt;Sascha Lobos Artikel &amp;uuml;ber flattr&lt;/a&gt;, in dem er illegales Filesharing als Diebstahl bezeichnete. Widersprochen wurde ihm (&lt;a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/wenn-wir-von-diebstahl-sprechen/"&gt;unter anderem&lt;/a&gt;) &lt;a href="http://www.neunetz.com/2010/07/07/denkfehler-sascha-lobo-glaubt-dass-man-immaterielle-gueter-stehlen-kann/"&gt;von Marcel Weiss&lt;/a&gt;, woraufhin Lobo sich korrigierte, &lt;a href="http://saschalobo.com/2010/07/08/die-bescheuerte-musikindustrie-und-die-egoistischen-filesharer/"&gt;Filesharer seien egoistisch&lt;/a&gt; (und 90% der Musikindustrie bescheuert und grauenhaft).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unter dem Titel &lt;strong&gt;&amp;#8220;Filesharer -&amp;nbsp;Schmierige Egoisten oder Wegbereiter der Musikbranche?&amp;#8221;&lt;/strong&gt; diskutierten die beiden heute auf der &lt;a href="http://a-2-n.de/"&gt;all 2gether now (#a2n)&lt;/a&gt; -&amp;nbsp;wie erwartet ergebnislos. &lt;span id="more-15860"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lobo konzentrierte sich auf den &amp;#8216;moralischen&amp;#8217; Aspekt. Das handeln von Filesharern sei egoistisch und unanst&amp;auml;ndig, und keiner habe etwas davon; weder Industrie, noch K&amp;uuml;nstler. Auf seine immer wieder (erst beil&amp;auml;ufig, sp&amp;auml;ter provokativ, manisch wiederholend) gestellte Frage &lt;em&gt;&amp;#8220;Findest du Filesharing gegen den erkl&amp;auml;rten Willen des Anbieters okay oder nicht? Ja oder nein!&amp;#8221;&lt;/em&gt; lie&amp;szlig; er Weiss&amp;#8217; Argument, dass es sich nicht um eine moralische, sondern eine &amp;ouml;konomische Frage, n&amp;auml;mlich um einen sich im Umbruch befindenden Markt handele, nicht gelten. Lobo forderte, ein moralisches Bewusstsein f&amp;uuml;r die Entlohnung von Musik m&amp;uuml;sse erhalten bleiben. Dass es m&amp;ouml;glich sei, vom Kulturschaffen leben zu k&amp;ouml;nnen, sei eine der gro&amp;szlig;en Errungenschaften des 20. Jahrhunderts und ein hohes Gut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weiss wollte auf alternative Gesch&amp;auml;ftsmodelle f&amp;uuml;r Musiker hinaus, darunter Einnahmen durch crowdsourcing-Modelle, Merchandise und Konzerte. Die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grenzkosten"&gt;Grenzkosten&lt;/a&gt; beim Vertrieb von Musik seien nun einmal bei nahezu Null, und dies sei eine &amp;ouml;konomische Gegebenheit, der sich der Markt nicht verwehren k&amp;ouml;nne. Von der Idee, mit dem Verkauf von Dateien seinen Lebensunterhalt zu verdienen, m&amp;uuml;sse man sich verabschieden. F&amp;uuml;r jemanden, der Geld verdienen will, sei nicht relevant, welche Geldquellen als gut oder b&amp;ouml;se g&amp;ouml;lten, sondern welche ergiebig seien. Nat&amp;uuml;rlich gebe es einen egoistischen Aspekt beim illegalen Download, aber viele der Anbieter agierten nicht aus egoistischen Motiven, sondern betrieben gro&amp;szlig;en, unentgeltlichen Aufwand. Die moralische Forderung Lobos diene nur der Stabilisierung eines anachronistischen Modells und habe keine realistische Basis.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lobo betonte, Filesharer lieferten der Musikindustrie Argumente f&amp;uuml;r Deep Packet Inspection und alle m&amp;ouml;glichen Einschnitte in &amp;#8220;das Internet&amp;#8221;, deshalb m&amp;uuml;sse ein moralischer Konsens in der Gesellschaft entstehen, eine Art freiwilliger Ehrenkodex. Filesharing d&amp;uuml;rfe als &amp;ouml;konomisch zu verschmerzendes Nischenph&amp;auml;nomen und Kavaliersdelikt&amp;nbsp;f&amp;uuml;r 17-J&amp;auml;hrige weiterbestehen, aber dann m&amp;uuml;sse Schluss sein.&lt;/p&gt;
&lt;div id="_mcePaste"&gt;Richtung Ende wurde die Diskussion hitzig und noch inhaltsleerer, was auch am Einbeziehen des Publikums gelegen haben mag. Lobo verweigerte jede weitere Auseinandersetzung, so lange die moralische Frage nicht gekl&amp;auml;rt war. Doch den beiden Antwortm&amp;ouml;glichkeiten, die er Weiss bot (a. &lt;em&gt;Ja Sascha, du hast Recht, Filesharing ist schlecht.&lt;/em&gt; oder b. &lt;em&gt;Ich bin ein Arsch, du hast Recht.&lt;/em&gt;) mangelte es an den notwendigen Impulsen f&amp;uuml;r eine fruchtbare weitere Auseinandersetzung. Daf&amp;uuml;r war man ja aber auch nicht gekommen.&lt;/div&gt;
&lt;div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"&gt;			
&lt;a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.netzpolitik.org%2F2010%2Fa2n-weiss-vs-lobo-filesharer%2F"&gt;&lt;br /&gt;				
&lt;img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.netzpolitik.org%2F2010%2Fa2n-weiss-vs-lobo-filesharer%2F&amp;#38;source=netzpolitik&amp;#38;style=compact&amp;#38;hashtags=a2n,Musik+im+Netz,Urheberrecht" height="61" width="50" /&gt;&lt;br /&gt;			
&lt;/a&gt;		&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Mon, 06 Sep 2010 16:53:50 GMT</pubDate>
      <guid>http://www.netzpolitik.org/2010/a2n-weiss-vs-lobo-filesharer/</guid>
      <dc:creator>Netzpolitik</dc:creator>
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      <title>#a2n: Weiss vs. Lobo: Filesharer.</title>
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      <description>&lt;p&gt;Begonnen hatte alles ganz harmlos mit &lt;a href="http://saschalobo.com/2010/07/05/warum-ich-nicht-flattre/"&gt;Sascha Lobos Artikel &amp;uuml;ber flattr&lt;/a&gt;, in dem er illegales Filesharing als Diebstahl bezeichnete. Widersprochen wurde ihm (&lt;a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/wenn-wir-von-diebstahl-sprechen/"&gt;unter anderem&lt;/a&gt;) &lt;a href="http://www.neunetz.com/2010/07/07/denkfehler-sascha-lobo-glaubt-dass-man-immaterielle-gueter-stehlen-kann/"&gt;von Marcel Weiss&lt;/a&gt;, woraufhin Lobo sich korrigierte, &lt;a href="http://saschalobo.com/2010/07/08/die-bescheuerte-musikindustrie-und-die-egoistischen-filesharer/"&gt;Filesharer seien egoistisch&lt;/a&gt; (und 90% der Musikindustrie bescheuert und grauenhaft).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unter dem Titel &lt;strong&gt;&amp;#8220;Filesharer -&amp;nbsp;Schmierige Egoisten oder Wegbereiter der Musikbranche?&amp;#8221;&lt;/strong&gt; diskutierten die beiden heute auf der &lt;a href="http://a-2-n.de/"&gt;all 2gether now (#a2n)&lt;/a&gt; -&amp;nbsp;wie erwartet ergebnislos. &lt;span id="more-15860"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lobo konzentrierte sich auf den &amp;#8216;moralischen&amp;#8217; Aspekt. Das handeln von Filesharern sei egoistisch und unanst&amp;auml;ndig, und keiner habe etwas davon; weder Industrie, noch K&amp;uuml;nstler. Auf seine immer wieder (erst beil&amp;auml;ufig, sp&amp;auml;ter provokativ, manisch wiederholend) gestellte Frage &lt;em&gt;&amp;#8220;Findest du Filesharing gegen den erkl&amp;auml;rten Willen des Anbieters okay oder nicht? Ja oder nein!&amp;#8221;&lt;/em&gt; lie&amp;szlig; er Weiss&amp;#8217; Argument, dass es sich nicht um eine moralische, sondern eine &amp;ouml;konomische Frage, n&amp;auml;mlich um einen sich im Umbruch befindenden Markt handele, nicht gelten. Lobo forderte, ein moralisches Bewusstsein f&amp;uuml;r die Entlohnung von Musik m&amp;uuml;sse erhalten bleiben. Dass es m&amp;ouml;glich sei, vom Kulturschaffen leben zu k&amp;ouml;nnen, sei eine der gro&amp;szlig;en Errungenschaften des 20. Jahrhunderts und ein hohes Gut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weiss wollte auf alternative Gesch&amp;auml;ftsmodelle f&amp;uuml;r Musiker hinaus, darunter Einnahmen durch crowdsourcing-Modelle, Merchandise und Konzerte. Die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grenzkosten"&gt;Grenzkosten&lt;/a&gt; beim Vertrieb von Musik seien nun einmal bei nahezu Null, und dies sei eine &amp;ouml;konomische Gegebenheit, der sich der Markt nicht verwehren k&amp;ouml;nne. Von der Idee, mit dem Verkauf von Dateien seinen Lebensunterhalt zu verdienen, m&amp;uuml;sse man sich verabschieden. F&amp;uuml;r jemanden, der Geld verdienen will, sei nicht relevant, welche Geldquellen als gut oder b&amp;ouml;se g&amp;ouml;lten, sondern welche ergiebig seien. Nat&amp;uuml;rlich gebe es einen egoistischen Aspekt beim illegalen Download, aber viele der Anbieter agierten nicht aus egoistischen Motiven, sondern betrieben gro&amp;szlig;en, unentgeltlichen Aufwand. Die moralische Forderung Lobos diene nur der Stabilisierung eines anachronistischen Modells und habe keine realistische Basis.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lobo betonte, Filesharer lieferten der Musikindustrie Argumente f&amp;uuml;r Deep Packet Inspection und alle m&amp;ouml;glichen Einschnitte in &amp;#8220;das Internet&amp;#8221;, deshalb m&amp;uuml;sse ein moralischer Konsens in der Gesellschaft entstehen, eine Art freiwilliger Ehrenkodex. Filesharing d&amp;uuml;rfe als &amp;ouml;konomisch zu verschmerzendes Nischenph&amp;auml;nomen und Kavaliersdelikt&amp;nbsp;f&amp;uuml;r 17-J&amp;auml;hrige weiterbestehen, aber dann m&amp;uuml;sse Schluss sein.&lt;/p&gt;
&lt;div id="_mcePaste"&gt;Richtung Ende wurde die Diskussion hitzig und noch inhaltsleerer, was auch am Einbeziehen des Publikums gelegen haben mag. Lobo verweigerte jede weitere Auseinandersetzung, so lange die moralische Frage nicht gekl&amp;auml;rt war. Doch den beiden Antwortm&amp;ouml;glichkeiten, die er Weiss bot (a. &lt;em&gt;Ja Sascha, du hast Recht, Filesharing ist schlecht.&lt;/em&gt; oder b. &lt;em&gt;Ich bin ein Arsch, du hast Recht.&lt;/em&gt;) mangelte es an den notwendigen Impulsen f&amp;uuml;r eine fruchtbare weitere Auseinandersetzung. Daf&amp;uuml;r war man ja aber auch nicht gekommen.&lt;/div&gt;
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      <pubDate>Mon, 06 Sep 2010 16:53:50 GMT</pubDate>
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